Formular Bekanntgabe Jobsharing

Jobsharing – eine neue Form der Zusammenarbeit

Zwischen dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Österreichischen Zahnärztekammer wurde eine gesamtvertragliche Vereinbarung über das Jobsharing im zahnärztlichen Bereich abgeschlossen. Die Jobsharing-Vereinbarung ist zeitgleich mit dem KFO-Gesamtvertrag – also mit 1. Juli 2015 – in Kraft getreten und betrifft sowohl den allgemeinen vertragszahnärztlichen Bereich als auch den KFO-vertraglichen Bereich. Das bedeutet, dass ab 1. Juli ein Vertragszahnarzt wie auch ein Vertragskieferorthopäde ein Jobsharing eingehen kann.Durch das Jobsharing soll es einem Vertragspartner möglich sein, in bestimmten Lebenssituationen bei vorübergehender Einschränkung der persönlichen vertragszahnärztlichen Tätigkeit, zeitlich begrenzt, den Kassenvertrag unter Zuziehung eines zweiten Zahnarztes zu erfüllen. Rechte und Pflichten aus dem Kasseneinzelvertrag bleiben dabei beim Vertragsinhaber.

Wesentliche Eckpfeiler des Jobsharing-Vertrages sind:

  • Der Vertragszahnarzt hat während des Jobsharings mind. 50  % seiner vertraglichen Tätigkeit persönlich zu erbringen.
  • Der Vertragszahnarzt kann seinen Jobsharing-Partner frei wählen: dieser muss in Österreich berufsberechtigt sein; er darf während der Dauer des Jobsharings keine eigene Vertragsordination führen u. darf an der Ordinationsstätte des Vertragszahnarztes nicht Wahlzahnarzt sein. 
  • Folgende Jobsharing-Fälle wurden explizit geregelt:
  1. Kinderbetreuung: bis zum Schuleintritt eines Kindes eines Vertragszahnarztes
  2. Altersteilzeit: für maximal 5 Jahre; der frühestmögliche Beginn ist max. 5  Jahre vor dem Erreichen des jeweiligen Regelpensionsalters nach ASVG. Bei Bekanntgabe dieser Variante von Jobsharing ist eine unbedingte Kündigungserklärung zum Ende des Jobsharings abzugeben (diese kann einmalig widerrufen werden).
  • Die Absicht, ein Jobsharing zu begründen, ist Kammer und Kasse schriftlich drei Monate vor dem geplanten Beginn mitzuteilen. 
  • Kammer und Kasse können im Einzelfall aus bestimmten, im Vertrag genannten Gründen einen Jobsharing-Partner ablehnen. 
  • Der Jobsharing-Partner hat keinen Rechtsanspruch auf den Abschluss eines Einzelvertrages mit der Kasse.
  • Durch das Jobsharing soll das Leistungsvolumen einer Kassenstelle nicht erhöht werden. Sollte dies der Fall sein, sieht der Jobsharingvertrag zunächst eine schriftliche Information darüber vor; als äußerste Konsequenz sieht der Vertrag das Ende des Jobsharings vor.

Bei Fragen zum Thema Jobsharing und für individuelle Beratungen, wenn Sie ein Jobsharing beantragen möchten, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit

Mag. Petra Eigruber

Tel: 050511-4012

eigruber(at)ooe.zahnaerztekammer.at